Noch mehr als bisher verlagert sich die Notwendigkeit der Regulierung auf Arbeitsplätze, was nicht nur den Umfang und den Inhalt des Tarifvertrags jedes Mal reduziert, sondern die Delegierten unweigerlich in eine immer schwierigere Lage bringt. Oft verfügen sie nicht nur nicht über das erforderliche Fachwissen, sondern auch nicht über die Mittel, um ein Kräfteverhältnis aufzubauen (sie können beispielsweise nicht streiken). Löhne• Eine Lohnerhöhung von 4,3 % ab 1. April 2018 für alle Arbeiter und Auszubildenden. • Einmalige Zahlung für die Monate Januar, Februar und März 2018 in Höhe von 100 € für alle Arbeiter und Angestellten von 70 € für alle Auszubildenden. • Eine Zahlung im Jahr 2019 in Höhe von 400 € für alle Arbeiter und 200 € für alle Auszubildenden. Ab 2020 wird dieser Pauschalbetrag dauerhaft und tarifdynamisch sein (wird mit weiteren Lohnerhöhungen steigen). In der Metallurgie und Elektronik ergibt sich für dieses Jahr eine durchschnittliche Steigerung von nur 3,7 Prozent (was heute für das Durchschnittsgehalt 3.418 Euro entspricht) und für 2019 etwas mehr als 3 Prozent (etwa 3,6 Prozent bei vollständiger Zahlung der 400 Euro). Im Vergleich zu den 27 Monaten der Laufzeit der Vereinbarung kommt es für ein Durchschnittsgehalt zu einer Erhöhung um 3,5 Prozent pro Jahr, etwas mehr für die untersten Kategorien (aber immer unter der Voraussetzung, dass die 400 Euro bezahlt werden). Bei einem prognostizierten Preisanstieg von 2 Prozent wird die Inflationsrate überschritten, aber die Produktivitätssteigerungen sind nicht enthalten. * Übersetzung IVP. Posted Saturday 17 February 2018: www.internationalviewpoint.org/spip.php?article5374 IndustriAll Europe begrüßt den am 6.

Februar zwischen der IG Metall und Südwestmetall unterzeichneten Tarifvertrag. Das Abkommen steht an der Spitze der Tarifverhandlungen und ist ein positives Beispiel für die Sozialpartner nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. In vielen Kommentaren zu dem Abkommen stellt sich die Frage, die in den Vordergrund tritt. Tatsächlich haben wir gesehen, dass es sich um ein abscheuliches Schnäppchen handelt, das dem Kapital mehr gibt als den Arbeitnehmern. Was ausgehandelt wurde, ist in der Tat nur eine individuelle Kürzung (bis zu 28 Stunden) von fester Dauer, mit dem Recht, auf 35 Stunden zurückzukehren. Der zu zahlende Preis ist die Möglichkeit für die Arbeitgeber, die Zahl der eingestellten Arbeitnehmer auf 40 Stunden zu vervielfachen, was sie derzeit bereits praktizieren: Sie stellen derzeit 13 Prozent der Erwerbsbevölkerung bundesweit (18 Prozent in Baden-Württemberg, dem Land, das als Pilotregion fungiert); Es ist zulässig, diese auf 30 Prozent mit Betriebsvereinbarung zu erhöhen, bei einem Mangel an qualifizierten Fachkräften, und bis zu 50 Prozent (“Strukturquote”) für Unternehmen, die technologisch am weitesten fortgeschritten sind, wiederum nach einer Betriebsvereinbarung, wenn mindestens 50 Prozent der Beschäftigten einen hohen Koeffizienten haben (Lohngruppe 12 des Baden-Württembergischen Übereinkommens, vormals EG14). Der Betriebsrat kann von seinem Vetorecht bei den drei Quotenrecht Gebrauch machen, für die erste (13-18 Prozent) aber nur, wenn es um 4 Prozent überschritten wird. Die neue Vereinbarung der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, die als Pilotvereinbarung für andere Tarifrunden in Deutschland gelten soll, ist ein positives politisches Signal für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Es zeigt, dass wir die Krisenzeit beenden und dass die Arbeitnehmer für ihre Rechte für einen fairen Anteil an der Erholung eintreten.