Die Vorläufer des heutigen Bundeslandes Niedersachsen waren Länder, die geografisch und teilweise schon sehr früh institutionell miteinander verbunden waren. Die Grafschaft Schaumburg (nicht zu verwechseln mit dem Fürstentum Schaumburg-Lippe) um die Städte Rinteln und Hessisch Oldendorf gehörte bis 1932 tatsächlich zur preußischen Provinz Hessen-Nassau, einer Provinz, die auch große Teile des heutigen Landes Hessen umfasste, darunter die Städte Kassel, Wiesbaden und Frankfurt am Main; 1932 wurde die Grafschaft Schaumburg jedoch Teil der preußischen Provinz Hannover. Ebenfalls vor 1945, nämlich 1937, wurde die Stadt Cuxhaven durch das Groß-Hamburger Gesetz vollständig in die preußische Provinz Hannover integriert, so dass 1946, als das Land Niedersachsen gegründet wurde, nur vier Bundesländer zusammengelegt werden mussten. Mit Ausnahme von Bremen und den 1945 an die sowjetische Besatzungszone abgetretenen Gebieten waren alle Gebiete, die 1946 dem neuen Land Niedersachsen zugeteilt wurden, bereits 1920 in den “Wahlkreisverband Niedersachsen” eingegliedert worden. Auch in Niedersachsen ist der Bergbau seit Jahrhunderten eine wichtige Einnahmequelle. Silbererz wurde bereits im 12. Jahrhundert zu einem Fundament bemerkenswerten wirtschaftlichen Wohlstands im Harz, während der Eisenbergbau im Raum Salzgitter und der Salzbergbau in verschiedenen Landesgebieten ein weiteres wichtiges wirtschaftliches Rückgrat bildeten. Obwohl die Gesamtrenditen vergleichsweise niedrig sind, ist Niedersachsen auch ein wichtiger Rohöllieferant in der Europäischen Union. Zu den mineralischen Produkten, die heute noch abgebaut werden, gehören Eisen und Braunkohle.

Im Dezember 2007 einigten sich die Verhandlungsparteien schließlich darauf. Der neue Branchentarifvertrag sieht ab dem 1. Februar 2008 Eine Erhöhung der Mindestmonatslöhne vor. Bei den üblichen Arbeitszeiten erhalten Busfahrer und hochqualifizierte Reparaturmechaniker monatlich mindestens 7.060 EEK (451€), Fahrer EEK 6.560 (419€) und ungelernte Reparaturarbeiter EEK 5.470 (350 €). Gemäß der Vereinbarung werden die Mindestlöhne zum 1. Januar 2009 weiter erhöht, für die die entsprechende Vereinbarung bis zum 1. Oktober 2008 getroffen werden muss. Die Innovationspolitik in Niedersachsen ist auf drei Ebenen angelegt: Der Landeshauptmann und seine Minister werden vom Landtag gewählt.

Da es in Deutschland und damit auch in Niedersachsen ein System von fünf politischen Parteien gibt, ist es in der Regel so, dass zwei oder mehr Parteien für eine gemeinsame politische Agenda und eine allgemein festgelegte Regierungszusammensetzung verhandeln, wo die Partei mit dem größten Anteil an den Wählern den Sitz des Landeshauptmannes besetzt. Von wirtschaftlicher Bedeutung für den Staat war das Volkswagen-Anliegen, das 1945 die Produktion von Zivilfahrzeugen wieder aufnahm, zunächst unter britischer Leitung, und 1949 in den Besitz des neu gegründeten Landes Westdeutschland und des Landes Niedersachsen überging. Insgesamt gehörte Niedersachsen mit seinen großen ländlichen Gebieten und wenigen ballernden Zentren lange Zeit zu den industriell schwächeren Regionen der Bundesrepublik. 1960 arbeiteten 20 % der Arbeitenden auf dem Land. Im übrigen Bundesgebiet waren es nur 14 %. Selbst in wirtschaftlich prosperierenden Zeiten liegen die Arbeitsloseninssummen in Niedersachsen konstant über dem Bundesdurchschnitt. Das umstrittenste Thema in den Verhandlungen betraf das Mindestlohnniveau in der Branche. Zu Beginn der Verhandlungen forderte die ETTA einen monatlichen Mindestlohn von 7.718 EEK (rund 493 Euro per 18. Januar 2008) für Fahrer und Mechaniker sowie einen Mindeststundenlohn von 45,40 EEK (2,90 Euro).