In Österreich gibt es ein spezielles Regelwerk für Leiharbeitnehmer, das sogenannte Zeitarbeitsgesetz. Dieses Gesetz regelt die meisten Aspekte der Arbeitsverhältnisse von Leiharbeitnehmern. Es ist wichtig zu beachten, dass für Leiharbeitnehmer nach wie vor viele Bestimmungen des allgemeinen Arbeitsstatuts gelten. Das Gesetz über die Zeitarbeit sieht vor, dass die Vergütung aller Arbeitnehmer nach wie vor in die Zuständigkeit von Tarifverträgen fällt und der Arbeitnehmer zu dem CBA-mandatierten Satz entschädigt werden muss, der für das jeweilige Nutzerunternehmen gilt. Darüber hinaus sind diese Arbeitnehmer vor unrechtmäßiger Entlassung geschützt, und nach Ablauf einer Dienstzeit gibt es eine viertägige Schutzfrist. 1.6 Inwieweit werden die Beschäftigungsbedingungen durch Tarifverhandlungen vereinbart? Finden Verhandlungen in der Regel auf Unternehmens- oder Branchenebene statt? Die Hauptquellen des Arbeitsrechts sind verschiedene gesetzliche Regelungen, die alle Aspekte des Arbeits- und Arbeitsrechts regeln, wie z.B. das Arbeitnehmergesetz, das Arbeitszeitgesetz, das Urlaubsgesetz und das Arbeitnehmerschutzgesetz usw. Abgesehen von diesen gesetzlichen Regelungen unterliegen Arbeitsverträge Tarifverträgen, und es ist bemerkenswert, dass mehr als 95 % aller Arbeitsverhältnisse durch einen Tarifvertrag abgedeckt sind. In Österreich muss ein Arbeitnehmer nicht Mitglied einer Gewerkschaft sein, um unter einen Tarifvertrag zu fallen. Darüber hinaus ist es nicht möglich, solche Vereinbarungen zu schließen. Diskriminierung aus den oben genannten Gründen ist in jeder Phase des Arbeitsverhältnisses verboten, beginnend mit der Bewerbung um eine Stelle bis zur Beendigung des Arbeitsvertrags. In der Regel sind Arbeitnehmer nur vor arbeitsbedingter Diskriminierung geschützt.

In den letzten Jahren hat sich jedoch eine Rechtsprechung entwickelt, nach der der Schutz vor Diskriminierung auch auf den privaten Sektor ausgedehnt wird, wenn er mit dem Arbeitsplatz verbunden ist (Stichwort: Social Media). Zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden werden auf Branchenebene Tarifverträge geschlossen. Der Geltungsbereich von Tarifverträgen liegt bei über 95 %. Auf Unternehmensebene können Betriebsvereinbarungen zwischen Betriebsrat und Unternehmen abgeschlossen werden. Es gibt einen gesetzlichen Themenkatalog, zu dem ein Werkvertrag abgeschlossen werden kann. Einige Maßnahmen erfordern eine Betriebsvereinbarung, wenn ein Betriebsrat besteht (z. B. Videoüberwachung am Arbeitsplatz). In Unternehmen mit mehr als fünf Beschäftigten können die Mitarbeiter Betriebsräte einrichten. Aber es besteht keine Verpflichtung, einen Betriebsrat zu gründen, auch nicht für größere Unternehmen. Die Anzahl der Mitglieder eines Betriebsrats richtet sich nach der Zahl der vertretenen Mitarbeiter.

Betriebsräte können in solchen Angelegenheiten, in denen gesetzliches Recht oder Tarifverträge den Betriebsrat ausdrücklich befähigen, Betriebsvereinbarungen mit dem Arbeitgeber abschließen. In einer kleinen Anzahl von Angelegenheiten, insbesondere wenn die Würde der Arbeitnehmer beeinträchtigt werden kann, kann der Betriebsrat den Arbeitgeber zum Abschluss eines Tarifvertrags zwingen, und/oder der Arbeitgeber darf bestimmte Maßnahmen ohne vorheriger Abschluss einer Betriebsratsvereinbarung nicht ergreifen. Darüber hinaus hat der Betriebsrat verschiedene Informations- und Beratungsrechte. Es gibt sogar Mitbestimmungsrechte in ausgewählten Angelegenheiten.